Power Quickies (Vol 3)

Ein paar kleine Tipps und Tricks für Power Query
 

Die letzten Power Quickies sind schon wieder eine Weile her. Höchste Zeit also für ein paar neue, schnell umsetzbare Tipps und Tricks zu Power Query, die dir das Leben ein wenig einfacher machen können.

Und das sind die heutigen Tipps:

  • Power Quickie 7: Automatische Typerkennung abschalten
  • Power Quickie 8: Abfragen in eine andere Arbeitsmappe kopieren
  • Power Quickie 9: Duplikate behalten

Los geht’s!

Solltest du dich bisher noch nicht an Power Query herangewagt oder vielleicht noch nie etwas davon gehört haben, empfehle ich dir auf jeden Fall diese Einführungsartikel:
Einführung in Power-Query – Teil 1
Einführung in Power-Query – Teil 2
Ich verspreche dir, der Aufwand lohnt sich!

Kommen wir nun aber zu den heutigen Power Quickies.

Power Quickie 7: Automatische Typerkennung abschalten

Wenn du Daten in den Power Query Editor einlädst, versucht Power Query in der Regel automatisch den Datentyp der jeweiligen Spalten zu erkennen und fügt einen entsprechenden Schritt dazu. In vielen Fällen ist das sehr hilfreich, manchmal aber auch nur nervig. Zum Beispiel dann, wenn man die Datenformate zu einem späteren Zeitpunkt nochmal anpassen möchte oder einfach, weil die automatische Erkennung versagt.

Dieses Standardverhalten der automatischen Datenerkennung kann man aber ganz leicht abschalten. Öffne in Excel folgendes Menü:
Daten | Abfrageoptionen | Global | Daten laden

Beim Punkt „Typerkennung“ wählst du dann die Option „Spaltentypen und -überschriften für unstrukturierte Quellen niemals erkennen“:

Datentyperkennung global abschalten

Datentyperkennung global abschalten

Möchtest du die Automatik nur für die aktuelle Arbeitsmappe deaktivieren, dann entfernst du das Häkchen im Menü „Aktuelle Arbeitsmappe | Daten laden | Typerkennung“:

Typerkennung nur für die aktuelle Arbeitsmappe abschalten

Typerkennung nur für die aktuelle Arbeitsmappe abschalten

Power Quickie 8: Eine Abfrage in eine andere Arbeitsmappe kopieren

Wie überträgt man eigentlich eine Power Query-Abfrage in eine andere Excel-Arbeitsmappe?

Ganz einfach. Blende zuerst den Abfragen-Bereich über das Menü „Daten | Abfragen und Verbindungen“ ein. Dann führst du auf die gewünschte Abfrage einen Rechtsklick aus und wählst aus dem Kontextmenü den Punkt „Kopieren“.

Abfrage per Rechtsklick kopieren...

Abfrage per Rechtsklick kopieren…

Anschließend wechselst du in die Zielarbeitsmappe und fügst dort im Bereich „Abfragen und Verbindungen“ ebenfalls über einen Rechtsklick die Abfrage wieder ein:

...und in der neuen Datei wieder einfügen

…und in der neuen Datei wieder einfügen

Hinweis:
Sollte die Ursprungsabfrage von weiteren Abfragen abhängig sein, werden auch diese automatisch kopiert und eingefügt. Dabei kann es allerdings zu Fehlermeldungen kommen, sofern auf Daten zugegriffen wird, die in der Zieldatei nicht enthalten sind.

Power Quickie 9: Duplikate behalten

Sowohl Excel an sich als auch Power Query bieten sehr hilfreiche Funktionen, um Duplikate in seinen Daten zu erkennen und diese gleich zu entfernen. Was aber machst du, wenn du aus irgendeinem Grund genau an diesen Duplikaten interessiert bist? Zum Beispiel, um die Übeltäter zu identifizieren und bereits im Quellsystem zu bereinigen.

Sprich: Die Duplikate sollen nicht entfernt, sondern behalten werden?

Auch hierfür hat Power Query eine sehr einfache Lösung!

Markiere im Editor alle Spalten, die für die Duplikatserkennung herangezogen werden sollen (Strg+Taste gedrückt halten und gewünschte Spalten anklicken). Dann klickst du im Start-Menü auf die Schaltfläche „Zeilen beibehalten“ und wählst dort den Eintrag „Duplikate beibehalten“:

Zeilen beibehalten

Zeilen beibehalten

Und schon reduziert sich die Tabelle und übrig bleiben nur die Duplikate:

Nur die Duplikate bleiben erhalten

Nur die Duplikate bleiben erhalten

Das war’s für die heutigen Power Query-Tipps. Ich hoffe, da war auch für dich etwas dabei!

 

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Und immer daran denken: Excel beißt nicht!

P.S. Die Lösung ist immer einfach. Man muss sie nur finden.
(Alexander Solschenizyn)

P.P.S. Das Problem sitzt meistens vor dem Computer.


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